Die Plattform Armut hat Platz

NGOs setzen sich für Bettelnde in Salzburg ein

Angesichts des Phänomens der Armutsmigration ist in Salzburg mit der Plattform "Armut hat Platz" ein Netzwerk von Nichtregierungs-Organisationen gewachsen. Die Plattform Armut hat Platz setzt sich für einen würdevollen Umgang mit bettelnden Menschen in unserer Stadt ein. Mit Politik und Exekutive versucht die Plattform konstruktive Lösungen zu erarbeiten. Darüber hinaus geht es um eine adäquate Notversorgung bettelnder Menschen in Salzburg. Dazu zählen insbesondere Notquartiere, Tagesaufenthaltsstätten und medizinische Versorgung.

Finanzielle Absicherung Notschlafstelle: Stadt und Land haben sich bereit erklärt, den Betrieb einer dauerhaften Notschlafstelle für 50 Plätze finanziell zu unterstützen.

Den Dialog mit bettelnden Menschen suchen: Wir müssen auf jene Menschen, deren Verhalten uns irritiert oder befremdet, zugehen statt Mauern aufzuziehen.

Daher ist der angekündigte Beschluss der Stadt Salzburg zu begrüßen, künftig eine/n Streetworker*in zu finanzieren, optimaler Weise spricht diese Person rumänisch.

Bettelnde Menschen werden zu unserer Stadt gehören. Für das stille Betteln darf es auch in Zukunft kein Verbot geben. Angesichts der großen Not in den Herkunftsländern werden bettelnde Menschen zu unserem Stadtbild gehören. Unter Federführung der für Sozialpolitik verantwortlichen Personen sind gemeinsam mit Verwaltung, Exekutive und NGOs auf sachlicher Ebene Lösungen und Regelungen zu entwickeln, die ein gutes Miteinander zwischen Salzburger Bevölkerung und den Armutsreisenden ermöglichen.