Entstehungsgeschichte

Bei den Nationalratswahlen 1999 in Österreich wurde die FPÖ zur zweitstärksten Partei. Die Koalitionsverhandlungen zwischen SPÖ und ÖVP scheiterten, und eine Regierungsbeteiligung der FPÖ stand bevor. Internationale Sanktionen drohten.

Auf diesem Hintergrund wurde im November 1999 eine Aktionsplattform für Menschenrechte in Salzburg gegründet: Die Initiative ging von Bürgerliste Stadt Salzburg und Grünen Land Salzburg, sozialen Einrichtungen, Flüchtlingsorganisationen und kirchlichen Organisationen aus.

Zum internationalen Tag der Menschenrechte am 10.12.1999 gab es eine Kundgebung mit einer klaren politischen Botschaft gegen eine Regierungsbeteiligung der FPÖ: Reden prominenter ÖVP-Mitglieder, die aus der Partei ausgetreten waren, Reden anderer engagierter PolitikerInnen und Statements von VertreterInnen der NGOs und der Kirchen. Mehr als 500 Personen nahmen an der Veranstaltung teil.

Die Aktionsplattform wurde weitergeführt und institutionalisiert. Kundgebungen und Veranstaltungen zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, finden seither jährlich statt. Die Mitarbeit von Flüchtlingen und MigrantInnen unhd von Selbstorganisationen dieser Gruppen wurde verstärkt. Ein Flüchtlingsfest und das Café der Kulturen im ABZ Itzling wurden ins Leben gerufen und seit dem Jahr 2003 gibt es das „Monitoring für Menschenrechte“ mit dem jährlichen Salzburger Menschenrechtsbericht.

Die Plattform arbeitete unter anderem bei der Planung und Organisation  österreichweiter Tagungen mit („Migration und Trauma“, 2002 und „De-Eskalation. Wenn Gewalt sichtbar wird“, 2003),  veranstaltete eine Enquete zum Thema Jugendliche mit Migrationshintergrund und hatte einen wesentlichen Anteil an der Erarbeitung des Integrationskonzeptes in der Stadt Salzburg.