Kampagne "Ja! zu Asyl in Salzburg!"
Prominente Personen aus Salzburg haben sich für diese Aktion zur Verfügung gestellt:
Doris Witzmann, Präsidentin der Kath. Aktion Salzburg:
"Die not-wendende Flucht aus unerträglichen Verhältnissen und das legitime Grundbedürfnis nach Frieden, Freiheit, Sicherheit und Unversehrtheit an Leib und Seele wird Asylsuchenden abgesprochen, wenn sie pauschal als Wirtschaftsflüchtlinge oder gar als Kriminelle abgestempelt werden. Asylpolitik darf nicht zum Spielball von populistischem parteipolitischem Kalkül werden!"
Editta Braun, Salzburger Choreographin:
"Ich habe keine wirkliche Ahnung von Krieg, keine von Hunger, von Bedrohung meines Lebens, keine Ahnung von Beschneidung, von Zwangsverheiratung, von politischer Verfolgung. AsylwerberInnen schon. Niemand flieht wegen Langeweile und Sattheit. Wie beschämend und verachtend sich das offizielle Österreich verhält."
Fritz Messner, Salzburger Querschläger:
"Wir hier in unserer Hoamat Mitteleuropa leben im Vergleich zu anderen Menschen auf diesem Planeten quasi auf einer Insel der Seligen, einem Platz, an dem der überwiegende Teil der Menschen in Sicherheit und Wohlstand leben kann. Das liegt vor allem daran, dass wir im Laufe der letzten 150 Jahre ein System aufgebaut haben, das auf gerechter Verteilung, Solidarität und uneigennütziger Unterstützung für Hilfsbedürftige basiert.
Wenn wir dieses System der Gerechtigkeit und Hilfe nicht auf die mittlerweile in allen Bereichen vernetze Welt übertragen und unsere Werte nicht mit Taten untermauern, werden wir mit unserer vermeintlichen Insel unweigerlich in der globalen Flut der Zukunft untergehen."
Luise Müller, evangelische Superintendentin der Diözese Salzburg/Tirol
Nichts ist schlimmer, als entwurzelt zu sein. Heimatlos, schutzlos, bindungslos, schwach. Jede Pflanze braucht Wurzeln, um zu eben und jeder Mensch braucht sie auch. Wer fünf Jahre bei uns in Österreich lebt, Menschen kennenlernt, unsere Sprache begreift und erlernt, Beziehungen aufbaut, die Schule besucht, ja vielleicht sogar Freundschaften schließt – entwickelt Wurzeln und Lebensmut und vielleicht sogar das Gefühl von Stärke und Sicherheit. das, was jede und jeder von uns auch bitter nötig hat.
Geben wir solchen Menschen das Recht zu bleiben. Zeigen wir uns als das Land, das wir sein wollen: gerecht, (gast-)freundlich, christlich – ohne Ansehen der Person.
Vladimir Vertlib, Salzburger Schriftsteller:
"Anstatt in sich selbst hineinzuschauen, verweist man lieber auf die anderen. Indem wir traumatisierten Flüchtlingen unwürdige Bedingungen schaffen und ihre Traumatisierungen noch verstärken, sorgen wir dafür, dass sich das bald bei jenen, die zu uns flüchten wollen, herumspricht, sodass sie statt nach Österreich lieber wo anders hin flüchten, wenn sie können, oder zu Hause sterben. So kann man die Ängste der eigenen Bevölkerung besänftigen, die man selbst erst erzeugt hat. Jedenfalls bleibt kurzfristig die Scheinsicherheit in einem Land, das sich nach außen abschottet, gewahrt, jedenfalls bis zum nächsten Angstschub."
Haliemah Mocivic, Salzburger Studentin, engagiert bei der Muslimischen Jugend Österreich und der Plattform für Menschenrechte Salzburg












