19.01.2018 14:03 Alter: 183 days

Vortrag von Mark Terkessids: Die Banalität des Rassismus

Der Soziologe Mark Terkessidis analysiert am 1. März in Salzburg Formen des Alltagsrassismus gegenüber Fremden in unserer Gesellschaft und geht der Frage nach, wie sich Betroffene zur Wehr setzen können.


Menschen, die wir als "Andere" oder "Fremde" bezeichnen, sind im Alltag mit vielfältigen Formen von Rassismus konfrontiert. Dieser Alltagsrassismus äußert sich in permanenten kleinen Erlebnissen, in denen ihnen klar gemacht wird, dass sie keine Einheimischen sind und dass sie woanders hingehören. Mark Terkessidis analysiert in seinem Referat die aktuellen Ausformungen dieses Rassismus und entwickelt Perspektiven, wie sich Betroffene und Solidarische gegen Ausgrenzung zur Wehr setzen können.

Donnerstag, 1. März 2018
19: 30 Uhr im Europasaal, Edmundsburg

Im Anschluss an das Referat findet ein Podiumsgespräch zur Frage statt, wir in Salzburg gegen Ausgrenzungsmechanismen angehen und an einer solidarischen Stadt arbeiten können. Am Podium: Mark Terkessidis, Ursula Liebing (Plattform für Menschenrechte), Nedzad Mocevic (Projekt Melete). Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem StefanZweig-Center statt.

Mark Terkessidis ist Journalist, Autor und Migrationsforscher. Er lebt in Berlin und Köln. Terkessidis promovierte im Studienfach Pädagogik zum Thema "Das Wissen über Rassismus in der Zweiten Migrantengeneration". Die Arbeit ist unter dem Titel "Die Banalität des Rassismus. Migranten zweiter Generation entwickeln eine neue Perspektive" im Jahr 2004 erschienen. Von 1992 bis 1994 war er Redakteur der Zeitschrift Spex. Beiträge zu den Themen Jugend- und Populärkultur, Migration und Rassismus in tageszeitung, Die Zeit, Freitag, Tagesspiegel, Literaturen sowie für den Westdeutschen Rundfunk und Deutschlandfunk.

Buchveröffentlichungen u.a.: Psychologie des Rassismus (Opladen / Wiesbaden 1998) und "Migranten" (Hamburg 2000). Interkultur. (edition suhrkamp, Berlin 2010). Kollaboration. (edition suhrkamp, Berlin 2015).