29.10.2019 11:24 Alter: 38 days

Eine Geschichte von Scheitern und Widerstand

Das Jubiläum "20 Jahre Plattform für Menschenrechte Salzburg" wird am 10. Dezember in der ARGEkultur begangen.


Bild: Fazelfoto

 

Kein Grund zum Feiern: 1999 wurde die Plattform für Menschenrechte gegründet. Anlass war die Regierungsbeteiligung der Haider-FPÖ. Damit waren Hetze und das Hinhauen auf Minderheiten salonfähig geworden. Die Plattform - der heute mehr als 30 Organisationen der Salzburger Zivilgesellschaft angehören - war und ist der Versuch, der Politik der Ausgrenzung Solidarität und gemeinsames Handeln entgegenzusetzen. Menschenrechtsarbeit nicht in fernen Ländern, sondern in Stadt und Land Salzburg.

Diese Menschenrechtsarbeit dauert nun schon seit 20 Jahren an, mit immer neuen Herausforderungen. Weil Ausgrenzung von verletzlichen Gruppen längst zum politischen Mainstream gehört. Weil bestimmte Parteien die Spaltung der Gesellschaft als ihr Tagesgeschäft verstehen. Weil das Scheitern ein ständiger Begleiter der Menschenrechtsarbeit ist. Zu oft lassen sich die individuellen Lebens- und Ausgrenzungssituationen nicht ändern, geschweige denn verbessern - es bleibt nichts außer der Dokumentation im Rahmen des jährlichen Menschenrechte-Monitoring. Der Widerstand geht dennoch weiter. Das feiern wir am 10. Dezember ab 19.00 Uhr in der ARGEkultur.

Mit: Albert Mondschein (Zentrum für Politische Schönheit)
"Flüchtlingsgespräche" (Studierende Thomas Bernhard Institut)
Verleihung der Rose für Menschenrechte
Musik: Der kurdische Frühling