06.02.2019 11:23 Alter: 74 days

Buch zur lokalen Menschenrechtspraxis

Beiträge von 26 Autor*innen versammelt Herausgeber Josef P. Mautner in seinem Band „Regionale Menschenrechtspraxis". Sie alle zeigen: Gerade auf lokaler Ebene werden Menschenrechte zur Herausforderung.


 

Wie schwierig es sein kann, menschenrechtliche Standards auf lokaler Ebene durchzusetzen, zeigen in ihren Beiträgen u. a. Ute Bock, Mark Terkessidis, Ursula Liebing, Astrid Jakob oder Volker Frey. Sie geben Einblick in das Netz von Menschen, Gruppen und Organisationen, die von der Öffentlichkeit oft unbemerkt auf regionaler Ebene Menschenrechtsarbeit leisten. So entsteht ein Porträt eines wichtigen Teils der österreichischen Zivilgesellschaft, aber auch ein Bild der Problemlagen.

Es geht um Flucht, Asyl, Rassismus, Religionsfreiheit, Hass im Netz und Armut.Anhand vieler Beispiele wird deutlich, wie schwierig Menschenrechtsarbeit im Konkreten sein kann: Bettelnde Roma werden von der Mehrheitsbevölkerung als Ärgernis empfunden, Sexarbeiter*innen auf dem Straßenstrich ebenso. Wer für deren Grundrechte eintritt, stößt nur selten auf Verständnis.

"Überraschend dabei ist, dass trotz der in vielen Aufsätzen beschriebenen oftmals prekären Menschenrechtslage das Buch von einer positiven Grundstimmung getragen wird", heißt es in einer Rezension des Standard. Das Buch "Regionale Menschenrechtspraxis. Herausforderungen - Antworten - Perspektiven" ist im Mandelbaum Verlag erschienen, präsentiert wurde es am 5. Dezember in St. Virgil.